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Grußwort für 2017 PDF Drucken E-Mail

Grußwort des Vorsitzenden der Europa-Union, Kreisverband Herne, Dr. Horst Hoffmann, zum Weihnachtsfest 2016

 

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde der Europa-Union Herne, 
 
zum ersten Mal darf ich Ihnen in der Nachfolge von Dr. Roland Kirchhof einen Gruß der EuropaUnion zum Weihnachtsfest schreiben. Wenn der Blick zurück geht auf das zu Ende gehende Jahr, dann hat sich Europa in rasender Geschwindigkeit dramatisch verändert. Im Blick nach vorne trüben unsichere Erwartungen und Befürchtungen den immer noch vorhandenen Optimismus.  Als wir aus dem Osterurlaub im Salzburger Land zurückfuhren, verkündeten uns die Verkehrsnachrichten: auf der Inntalautobahn zweieinhalb Stunden Wartezeit bei der Einreise nach Deutschland, auf der Tauernautobahn bei Salzburg eine Stunde. Längst überwunden geglaubte Kindheitserinnerungen wurden wach. Grenzen und Kontrollen im Europa des Jahres 2016! Dann kamen im Laufe des Jahres der Brexit mit allen noch unabsehbaren Folgen und die dramatische Entwicklung in der Türkei. Am Ende wurde auch noch Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten gewählt. Weitere wegweisende Wahlen standen bzw. stehen an, zunächst in Österreich, im nächsten Jahr in Frankreich und die Bundestagswahl. Es bleibt zu hoffen, dass der Siegeszug der Lüge gepaart mit Dummheit zu seinem Ende kommt und der Verfall der Sitten gestoppt wird. Der ehemalige französische Staatspräsident Francois Mitterand hat, schon vom Tode gezeichnet, 1995 vor dem Europäischen Parlament gewarnt: Nationalisme, c’est la guèrre! Nationalismus bedeutet Krieg! Seine Worte sollten uns Mahnung sein!
 
Das Urlaubsparadies Mittelmeer hat sich auch in diesem Jahr wieder in ein Massengrab verwandelt für Flüchtlinge, die die Flucht aus Nordafrika über das Meer nicht überlebt haben. Die Flüchtlingszahlen bei uns gehen zurück, obwohl die Zahl der Flüchtenden weltweit nicht kleiner geworden, sondern weiter gestiegen ist. Der zumindest fragwürdige Deal mit der Türkei hat der EU etwas Luft verschafft. Aber auch für Europa wird das auf Dauer keine Lösung sein, wenn wir uns nicht an die Fluchtursachen heranmachen. Es gibt keine Zukunft ohne weltweite Gerechtigkeit, ohne ein befriedetes Zusammenleben der Völker im gemeinsamen Haus Europa und auch weltweit, ohne die Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen!
 
Zum Weihnachtsfest geht unser Blick ins Morgenland. Von dort her, von fremden Menschen aus einer fremden Kultur, erreicht uns eine Botschaft. Wir werden als gänzlich Fremde hineingenommen in die frohe Botschaft des Volkes Israel. Der schon beim Propheten Jesaja verkündigte Friedefürst ist da und seine Worte und Taten kommen zu Menschen, denen dieser Gott Israels bis dahin völlig unbekannt gewesen ist. Diese Botschaft dürfen wir hören, sie will uns ermutigen, trösten und hindurch tragen durch die Zeiten. Nein, wir können und müssen dieses christliche Abendland nicht verteidigen, sondern dürfen zum Weihnachtsfest staunen, dass uns diese Botschaft erreicht, ohn‘ all Verdienst und Würdigkeit!
 
Die Europa-Union in Herne möchte auch im kommenden Jahr die Herausforderung annehmen, anstehende Fragen intensiv und auch kontrovers diskutieren, mit allen wohlmeinenden Akteuren diesen Narrativ von Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit weiter erzählen, diese europäische Idee wieder mit neuem Leben erfüllen. Das bleibt unser Auftrag! Wir laden Sie alle jetzt schon dazu ein, mitzudenken und mitzuwirken an unseren Veranstaltungen.
 
Der Vorstand der Europa-Union Herne wünscht Ihnen und Ihren Familien, allen Freundinnen und Freunden in Ihrem privaten Umfeld eine gesegnete Weihnacht und einen guten Übergang in ein hoffentlich friedvolles Jahr 2017.  
 
Ihr 
 
Dr. Horst Hoffmann, Vorsitzender

 

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